Brandschutzmaterial


Brandschutz: Welche Vorsorge Sie treffen sollten

Unfälle passieren immer wieder. Einer der kritischsten Fälle, für den jedes Unternehmen vorgesorgt haben sollte, ist die Gefahr eines Brandes. Ist ein Feuer auf dem Unternehmensgelände entstanden, müssen alle Anwesenden ausserordentlich schnell und besonnen handeln. Im Falle von grösseren Bränden müssen unbedingt die Fluchtwege bekannt sein und die Feuerwehr sowie gefährdete Personen umgehend informiert werden. Um ein kleines Feuer zu bekämpfen, muss jeder wissen, wo die entsprechenden Brandschutzprodzukte lagern und wie man sie anwendet. Ein Feuerlöscher eignet sich für die meisten Fälle. Der austretende Löschschaum oder das Löschpulver erstickt die Flammen. Eine Brandschutzdecke eignet sich besonders, um brennende Personen, entflammte Fritteusen oder lodernde Pfannen zu löschen. Hier trennt die feuerfeste Decke das brennbare Material vom Umgebungssauerstoff, was die Flammen ebenfalls erstickt.

Die offiziellen Vorschriften zum Brandschutz

Die Brandschutzvorschriften werden von der Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen (VKF) erstellt und sind in der ganzen Schweiz einheitlich. Zweck der Brandschutzvorschriften ist der Schutz von Personen und Dingen vor der Gefahr und den Auswirkungen von Bränden. Die Vorschriften gelten für Eigentümer, Besitzer und Nutzer von Gebäuden und Anlagen sowie für alle Individuen, die an deren Planung, Bau, Betrieb oder Instandhaltung beteiligt sind. Die Brandschutzvorschriften bestehen aus der Brandschutznorm, der Brandschutzrichtlinie und den weiteren Brandschutzerläuterungen. Die Norm klärt genau, was für einen funktionierenden Brandschutz zu tun ist. Die Richtlinien hingegen beinhalten Wissen, welches für die praktische Anwendung von Brandschutzmassnahmen nötig ist. Die Erläuterungen dienen dazu, Sonderfälle zu regeln.

Wichtig für Ihr Unternehmen – ein Brandschutzbeauftragter

Der Brandschutzbeauftragte wird vom Arbeitgeber schriftlich bestimmt und speziell für die Aufgabe des betrieblichen Brandschutzes ausgebildet. Für die Rolle kommen sowohl Mitarbeiter als auch externe Brandschutzbeauftragte in Frage. Der vorrangige Zweck der Position liegt in der Prävention, also im Verhüten von Bränden. Daher fallen auch das Erstellen und die Pflege der Brandschutzverordnung und der Brandschutznachweis in diesen Tätigkeitsbereich. In der Brandschutzverordnung sind die Regeln zusammengefasst, welche im Falle eines Feuers am Standort zu beachten sind. Darüber hinaus enthält sie Informationen zu geeigneten Massnahmen, um der Entstehung von Bränden vorzubeugen.

Damit es erst gar nicht zu Bränden auf dem Firmengelände kommt, ist es gut zu wissen, in welche Brandschutzklassen im Unternehmen befindliche Produkte und Materialien fallen. Die Europäische Klassifizierung von Baustoffen nach EN 13501-1 reicht von A – F und gibt Auskunft über die Brennbarkeit von Produkten:

  • A1 und A2 : kein Beitrag zum Brand
  • B : sehr begrenzter Beitrag zum Brand
  • C : begrenzter Beitrag zum Brand
  • D : hinnehmbarer Beitrag zum Brand
  • E : hinnehmbares Brandverhalten
  • F : keine Leistung festgestellt